Special: Gold als Geldanlage

Gold ist seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel akzeptiert und zählt neben Silber, Platin und Palladium zu den Edelmetallen. In Bezug auf die Geldanlage ist Gold jedoch das bei weitem relevanteste Edelmetall.

Seit langem gilt Gold auch als Krisenwährung und sicherere Investition in unsicheren Zeiten. Es hat die Funktion der Wertaufbewahrung über viele Jahrhunderte erfolgreich unter Beweis gestellt, unabhängig zahlreicher Krisen, Währungsreformen, Hyperinflation, etc. Die weltweiten Goldvorräte sind begrenzt und die Gewinnung neuer Goldreserven ist sehr mühsam, zeit- und kapitalintensiv. Nicht zuletzt deshalb verfügt der das edle Metall also auch über einen gewissen inneren Wert.

Unter Anlegern gehen die Meinungen zu Gold dagegen oft weit auseinander. Fans schwärmen von Vorteilen wie der Vermögensabsicherung (vor allem in Krisenzeiten) oder der guten Möglichkeiten der Portfolio-Diversifikation. In der Tat weist die Kursentwicklung von Gold kaum eine Korrelation der von zu Aktien und Anleihen auf. Es eignet sich daher gut zur Risikostreuung als Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio. In der Regel wird ein Anteil von ca. 5-10% empfohlen.

Der vielleicht am Häufigsten genannte Nachteil ist, dass Gold keine Zinsen oder Dividenden erwirtschaftet. Das heißt eine positive Rendite kann durch dann erzielt werden, wenn der Goldpreis in Zukunft weiter steigt. Zudem unterliegt Gold auch teilweise starken Kursschwankungen, ebenso wie Aktien. Nicht zuletzt sollten sich Euro-Anleger auch eines gewissen Währungsrisikos bewusst sein, da der Goldpreis weltweit in US-Dollar notiert wird.

Während sich der Goldpreis in den letzten Jahren eher seitwärts bewegt hat, ist das glänzende Edelmetall seit einigen Monaten wieder im Aufwärtstrend – womöglich sogar am Beginn eines neuen Bullenmarktes. Höchste Zeit also, um sich mit den verschiedenen Möglichkeiten von Goldinvestments zu beschäftigen:

Gold, wie investieren?

Welche Möglichkeiten gibt es, in Gold zu investieren?

Die einfachste Möglichkeit in Gold zu investieren ist es sicherlich, Goldmünzen oder Barren bei einer Bank (oder einem renommierten Händler) zu kaufen. Der Kauf von reinem physischem Gold ist dabei von der Mehrwertsteuer befreit und nach einem Jahr Haltefrist ist der Verkauf steuerfrei möglich. Vorher müssen Spekulationsgewinne versteuert werden, die Freigrenze liegt bei 600,- € pro Jahr.

Für eine sichere Aufbewahrung von Goldmünzen und -Barren empfiehlt sich die Lagerung im Tresor oder Bankschließfach. Ersterer steht vielleicht nicht jedem zur Verfügung, die zweite Option ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei physischen Goldinvestments ebenfalls zu bedenken sind Themen wie Handelbarkeit, Handhabbarkeit und Teilbarkeit/Stückelung.

Spannende Alternative: Gold-ETCs

Eine gute Alternative zur physischen Anlage bilden sogenannte Gold-ETCs (=Exchange Traded Commodities). Dies sind Schuldverschreibungen, die den Wert einer bestimmen Menge Gold verbriefen, oftmals in Verbindung mit der Möglichkeit einer physischen Auslieferung. Gold-ETCs sind einfach über die Börse handelbar und bilden die Entwicklung des Goldpreises 1:1 ab. Der wohl bekannteste Gold-ETC in Deutschland ist Xetra-Gold von der deutschen Börse (WKN: A0S9GB).

Für Profis: Goldminenaktien

Eine weitere spannende Möglichkeit von der Entwicklung des Goldpreises zu profitieren sind Investments in Goldminenaktien, d.h. Unternehmen, die Ihr Geld mit der Exploration und Förderung von Gold verdienen. Die Kursentwicklung dieser Aktien korreliert sehr stark mit dem Goldpreis, jedoch in der Regel mit einem höheren Hebel. D.h. steigt Goldpreis um 1%, steigen Goldminenaktien um >1% – und umgekehrt.

Aufgrund der höheren Risiken sowie der stärkeren Volatilität eignen sich Investments in Goldminenaktien generell nur für erfahrenere Anleger. Wer investieren möchte, sollte sich dabei nicht unbedingt auf Einzelwerte einlassen, sondern in einen breiter gestreuten Goldminen-ETF investieren, bspw. den NYSE Arca Goldbugs ETF (WKN: ETF091) oder den iShares Gold Producers UCITS ETF (WKN: A1JKQJ).

Exkurs: Streaming-Unternehmen
Eine Besonderheit unter den Goldminenaktien sind die sogenannten Streaming-Unternehmen. Diese Unternehmen stellen Minenunternehmen lediglich Geldmittel zur Verfügung, welche diese dann dazu nutzen, ihre Minen zu errichten und zu betreiben. Im Gegenzug erhalten die Streaming-Unternehmen das Recht, zukünftig gefördertes Gold zu einem reduzierten Preis zu kaufen, wodurch sich oftmals ein besseres Risikoprofil ergibt als bei klassischen Förderunternehmen. Beispiele für Streaming-Unternehmen sind Royal Gold (WKN: 885652), Franco Nevada (WKN: A0M8PX) und Wheaton Precious Metals (WKN: A2DRBP).

Weltweit zählen übrigens die Notenbanken zu den größten Käufern von Gold. Insbesondere China und Russland stocken ihre Reserven seit längerem kontinuierlich weiter auf. Deutschland verfügt im internationalen Vergleich aktuell über die zweitgrößten Goldreserven nach den USA (Quelle: Statista).

Zu guter Letzt muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie sehr man auf Gold vertraut und darin eine sinnvolle Ergänzung für’s eigene Portfolio sieht. Hier nochmal Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • stabile Wertaufbewahrung
  • Krisenwährung
  • kaum Korrelation zu Aktien und Anleihen
  • gut geeignet als Beimischung im Portfolio
  • zur Risikostreuung / Diversifikation

Nachteile

  • keine Zinsen, keine Dividenden
  • Kursschwankungen und Währungsrisiko
  • Aufbewahrung und Handelbarkeit (bei Barren und Münzen)
  • nicht als Einzelinvestment geeignet

Was glaubst du: Ist Gold eine sinnvolle Diversifikation für’s Portfolio? Hier geht’s zur Umfrage.

Auf steigende Kurse & gute Investments!


Rechtlicher Hinweis: Diese Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Für Richtigkeit und Vollständigkeit sowie für eventuelle Vermögensschäden wird keinerlei Haftung übernommen. Investitionen an der Börse können einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben.

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